Geschenkt wurde uns nichts

Annita Malavasi vor Monte Ventasso

Dokumentarfilm zur Geschichte italienischer Partisaninnen

„Geschenkt wurde uns nichts“, der preisgekrönte Zeitzeuginnen-Dokumentarfilm zur Geschichte italienischer Partisaninnen, ist ab dem 15. April 2020 auf DVD und als Video-on-Demand erhältlich. Anlass ist der 75ste Jahrestages der Befreiung Italiens am 25. April.
Der 58-minütige Film begleitet die ehemalige Partisanin Annita Malavasi sowie zwei ihrer Genossinnen, Pierina Bonilauri und Gina Moncigoli, und beschäftigt sich mit dem Widerstand in Italien im Zweiten Weltkrieg aus der Perspektive dieser Frauen. „Geschenkt wurde uns nichts“ begeisterte auf rund 30 Festivals im In- und Ausland, wurde zwölf Mal ausgezeichnet und hatte über 200 Kino-Aufführungen und Screenings.

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Sabotatori

sabotatori

Dokumentarfilm auf DVD

Was bedeutet es, heute Antifaschist zu sein? Was bedeutet es, 70 Jahre nach der Befreiung zu überleben? Das fragt der Film “Sabotatori” anhand der Geschichte des Zeitzeugen und ehemaligen italienischen Partisanen Fernando Cavazzini, Deckname “Toni”. Seine Geschichte vermischt sich im Film mit denen dreier junger Menschen von heute, die auf den “Partisanenpfaden” in den Bergen der Emilia Romagna wortwörtlich in Tonis Fußstapfen treten. 

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Wanderausstellung »Banditi e ribelli«

Die fotodokumentarische Ausstellung ›Banditi e ribelli‹ von ISTORECO Reggio Emilia und
CultureLabs Berlin erzählt die Entwicklung des Partisanenkrieges in Italien zwischen 1943 und 1945. Kurze chronologisch aufgebaute Texte des Historikers Santo Peli und mehr als 120 Fotografien dokumentieren das Leben und die Anstrengungen der jungen Frauen und Männer, die gegen den Krieg, gegen Faschismus und gegen die Greuel der deutschen Besatzung kämpften.

Weitere Infos und Ausstellungstermine: https://www.banditi.org

Partisanen, nehmt mich mit Euch!

Ein Bericht aus der Resistenza

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erhob sich in Italien eine große Zahl von Menschen gegen die deutsche Besatzung und das faschistische Regime. Sie standen vor der Frage: Sollten sie sich den Truppen Mussolinis zur Verfügung stellen oder gegen Krieg und Unterdrückung aufstehen? Vor diese Alternative gestellt, schloss sich im Mai 1944 auch der damals 17-jährige Giacomo Notari aus einem Bergdorf des nördlichen Apennin unter dem Decknamen »Willi« der Resistenza an. Als Partisan in einer Garibaldi-Brigade leistete er seinen Beitrag zur Befreiung Italiens.

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Nachruf: Fernando Cavazzini – Partigiano Toni

Fernando Cavazzini 2001

Fernando Cavazzini, der sich als Partisan “Toni” nannte und sich in der Nachkriegszeit als Zeitzeuge von unschätzbarem Wert engagierte, starb am 27. Oktober im Alter von 93 Jahren in Reggio Emilia.
Cavazzini war einer der vielen jungen Italiener*innen, die sich in den Tagen des Krieges für eine Seite entscheiden mussten. Als Arbeiter aus den „Reggiane“-Werken nahm er im Juli 1943 an den Friedensdemonstrationen in Reggio Emilia teil. Am 25. Juli 1943 formierte sich trotz Verbotes in der Reggiane-Fabrik ein Demonstrationszug. Beim Verlassen der Fabrik wurden neun Demonstrierende erschossen. Er entschied sich bald darauf in die Berge zu gehen und wurde Partisan der 26. Garibaldi-Brigade „Enzo Bagnoli“. Ins zivile Leben zurückgekehrt, war er einer der führenden Köpfe einer wichtigen Kooperative in Reggio, engagierte sich in der Politik und für die Erinnerung an die Resistenza.

Fernando „Toni“ Cavazzini: Fluchthelfer, Saboteur, Genossenschafter

Sabotatori – ein Dokumentarfilm mit Fernando Cavazzini als Hauptperson und andere alte und neue Geschichten über Widerstand

Adelmo Cervi: Meine 7 Väter

Als Partisan gegen Hitler und Mussolini

Ein Sohn, der selber in die Jahre gekommen ist, begibt sich auf die Spurensuche nach seinem Vater und dessen sechs Brüdern. Ihr Schicksal zählt zu den großen Kapiteln der italienischen Resistenza, des Widerstands gegen den Faschismus und die Besatzung Italiens durch die deutsche Wehrmacht. Mit ihrer Hinrichtung wurden diese Männer zu Symbolfi guren des Antifaschismus. Doch der Sohn, der seinen Vater nie bewusst kennengelernt hat, will die Geschichte abseits dieses Mythos erzählen und erweckt so das posthum errichtete Denkmal zu neuem Leben.

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IM MÄRKISCHEN SAND

nella-sabbia
Deutsch-italienische Webdoku

WWW.IMIDOC.NET  OUT OF FOCUS Filmproduktion, D 2016

Am 23. April 1945 werden in einer Sandgrube bei Treuenbrietzen (Brandenburg) 127 italienische Militärinternierte von Angehörigen der deutschen Wehrmacht erschossen. Das Massaker wird vergessen. Doch dann kehrt die Geschichte zurück. Als die Bewohner der Stadt beginnen, sich der Vergangenheit zu stellen, kommen verdrängte Erinnerungen hoch an die Gewaltexzesse der letzten Kriegstage, die im historischen Gedächtnis der Stadt lange verborgen geblieben waren.
Die Filmemacher Katalin Ambrus, Nina Mair und Matthias Neumann haben sich auf eine lange Reise durch die Erinnerungen in Deutschland und Italien begeben. Mit ihrer Arbeit ist ihnen die filmische Ausgrabung eines verschütteten Verbrechens gelungen. IM MÄRKISCHEN SAND ist eine Dokumentation über das Vergessen der Gewalt, das Verschweigen der Schuld und die Verantwortung gegenüber der Geschichte.

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„Es war schwer, seine Würde zu bewahren“

Piero Terracina
Piero Terracina beim Zeitzeugengespräch 2006 im Museum „Via Tasso“

Piero Terracina erzählt von der Deportation der römischen Juden

Piero Terracina (Jg. 1928) wuchs im faschistischen Italien auf. Er hatte, wie er selbst berichtet, eine ­glückliche Kindheit. Für ihn als jüdisches Kind verschlechterte sich die Situation erst in den späten 1930er Jahren, als antisemitische Ressentiments in der ­italienischen Bevölkerung ­gesellschaftsfähig wurden.

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Lia Finzi über Faschismus und deutsche Besatzung in Venedig

Lia Finzi

„Ich war ein ganz normales Mädchen, nicht mehr und nicht weniger“

Lia Finzi (Jg. 1928) ist stellvertretende Präsidentin des Instituts für Widerstand und Zeitgeschichte in Venedig (IVESER).
Sie hat die Shoa im Exil überlebt.
Als mit der deutschen Besetzung Venedigs im September 1943 die Deportation jüdischer ­­Ital­ienerInnen in die Vernichtungslager begann, musste auch sie ihre Geburtsstadt verlassen. Sie flüchtete mit ihrem Vater und ihrer Schwester in die Schweiz, was etwa 5.500 ­italienischen Juden gelang.

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„Man sollte nicht nur über die Via Rasella sprechen – es war massenhafter Ungehorsam!“

Rosario Bentivegna

Rosario Bentivegna (1922-2012) und der römische Widerstand

Rosario Bentivegna kam in dem Jahr auf die Welt, als der Faschismus an die Macht kam. Seine Kindheit und Jugend in Rom war sowohl von faschistischer Propaganda als auch von kirchlicher Indoktrination geprägt. Von starker Neugier getrieben, las er als Jugendlicher philosophische Werke, wodurch sein bürgerliches Weltbild ins Wanken geriet. Der Auslöser für seine Politisierung und antifaschistische Arbeit waren die Rassengesetze von 1938. Bentivegna war damals 16 Jahre alt.

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