The most beautiful of our days

Podcast the most beautiful of our days – a history of education

The most beautiful of our days – a history of education ist ein Projekt zur Geschichte der Bildungseinrichtungen für Kinder von 0 bis 6 Jahren in der norditalienischen Provinz Reggio Emilia. Sie entstanden aus den Erfahrungen der Frauenin der Resistenza – dem Widerstand gegen Faschismus und deutsche Besatzung. Die eingegangenen Risiken, die persönlichen Erfahrungen in den Monaten der Illegalität und die Erwartungen an eine neue, andere und offenere Gesellschaft waren Faktoren, die viele junge Frauen dazu veranlassten, nach Kriegsende eine brave Rückkehr in die alte Gesellschaftsstruktur nicht mehr zu akzeptieren. Vielmehr versuchten sie, die Freiräume für Aktivitäten und Partizipation zu bewahren, die sie in den zwanzig Monaten des Kampfes geschaffen und gelebt hatten.
Bereits am 1. Mai 1945, also eine Woche nach der Befreiung, wurde im Stadtteil Santa Croce von Reggio Emilia der erste „asilo del popolo“ (selbstverwalteter Kindergarten) eröffnet und nach der Partisanin Vandina Saltini benannt.
Das Projekt The most beautiful of our days mit Homepage, einem Podcast und Bildungsveranstaltungen zeichnet die Geschichte der Reggio-Pädagogik von den Anfängen bis heute nach.
https://www.themostbeautifulofourdays.eu

Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma im faschistischen Italien

"I leoni di breda solini" - Die Sinti-Partisanen wurden "Löwen-Brigade" genannt - hier die Gruppe beim Marsch durch offenes Gelände. Foto: Roma-Center Göttingen

Die Situation der Sinti und Roma im heutigen Italien

In Italien leben heute schätzungsweise 140.000 Sinti und Roma, häufig in Camps an den Rändern der Städte, aber auch mitten in der Gesellschaft. Sie sind immer wieder Angriffen von Neofaschist:innen und rechtsextremen Politiker:innen ausgesetzt. So forderte der italienische Innenminister Matteo Salvini im Jahr 2018 eine Zählung aller Sinti und Roma im Land, um sie dann einfacher einer ethnischen Säuberung zuzuführen.1 Die verbale Gewalt schlug im April 2019 in Pogrome um: Im römischen Außenbezirk Torre Maura griffen etwa 300 Personen der rechtsextremen „Casa Pound“ und „Forza Nuova“ unter Chören wie „Faschismus, Italien, Revolution“ 70 Personen, die sich der Gruppe der Roma zugehörig fühlten, an. Wenig später ließ die Bürgermeisterin Virginia Raggi die Menschen unter dem Jubel der Faschisten mit Bussen abtransportieren.2

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Die Massaker in der Erinnerung der Täter

Das zweisprachige Projekt „Die Massaker im besetzten Italien (1943-1945) in der Erinnerung der Täter“, koordiniert von dem Historiker Carlo Gentile und dem Journalisten und Dokumentarfilmer Udo Gümpel, ist online gegangen. Es ist eine Dokumentation der NS-Kriegsverbrechen in Italien zwischen 1943 und 1945 mit Schrift-, Bild- und Filmquellen. Die Website enthält umfangreiche Arbeits- und Studienmaterialien, die seit den 1990er Jahren gesammelt und recherchiert wurden, sowie zahlreiche videografierte Interviews mit SS-Tätern, die in Italien Massaker an Zivilisten begangen haben.

www.ns-taeter-italien.org

78. Jahrestag der Befreiung Italiens

15. und 25. April 2023: Veranstaltungen der ANPI-Ortsverbände in Deutschland
Am 25. April 1945 wurde Italien endgültig von der deutschen Besatzung und vom faschistischen Regime der Salò-Republik befreit. Einen entscheidenden Beitrag – militärisch und moralisch – leistete dabei der antifaschistische Widerstand, die Resistenza.
Die ANPI-Ortsverbände in Deutschland (Berlin, Köln, Frankfurt) bieten wieder Online-Vorträge auf Italienisch mit deutschen Untertiteln an, die sich an ein zweisprachiges Publikum richtet.

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Frauen im bewaffneten Widerstand der Gruppi di azione patriottica

Die Gap, in etwa „patriotische Aktionsgruppen“, waren am 20. September 1943 von der Kommunistischen Partei ins Leben gerufen worden. Sie unterstanden dem militärischen Arm des Cln, des Nationalen Befreiungskomitees, das selbst erst wenige Tage zuvor, am 9. September `43, von den antifaschistischen Parteien Italiens gegründet worden war. Dem Cln unterstanden auch fast alle weiteren Partisanenverbände.

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Ausstellung „Eine andere italienische Reise“

Ausstellung Eine andere italienische Reise. Der Zweite Weltkrieg in Italien: Orte, Geschichte und Erinnerungen

Besprechung der historischen Ausstellung: „Un altro viaggio in Italia. Luoghi, storia e memorie della Seconda guerra mondiale in Italia“ / „Eine andere italienische Reise. Der Zweite Weltkrieg in Italien: Orte, Geschichte und Erinnerungen“

In der „Casa della Memoria“ in Mailand wurde vom 21.04.2022-15.05.2022 eine zweisprachige Ausstellung gezeigt, die in einer deutsch-englischen Version auch nach Deutschland kommen wird. Die Ausstellung des „Istituto nazionale Ferruccio Parri“, „Paesaggi della memoria“ und  mit Unterstützung des deutsch-italienischen Kulturfonds wurde von einem fünfköpfigen deutsch-italienischen Team kuratiert. Sie behandelt sowohl die Geschichte des Zweiten Weltkriegs als auch den Umgang mit dieser schwierigen Vergangenheit. 

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Arditi del popolo

arditi del popoloDer erste bewaffnete Widerstand gegen den Faschismus in Italien 1921-1922

Wenig bekannt ist, dass es in Italien lange vor der Resistenza bereits bewaffneten antifaschistischen Widerstand gab. Noch vor dem Marsch auf Rom erlebten die Faschist*innen eine erste Niederlage: Die Arditi del Popolo verteidigten 1922 Parma in Barrikadenkämpfen gegen eine faschistische Übermacht, unterstützt von breiten Teilen der Bevölkerung. Entstanden waren die Arditi del Popolo aus den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges und hatten sich in den sozialen Kämpfen des Biennio Rosso 1919/1920 verbreitet.

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la resistenza – Beiträge zu Faschismus, deutscher Besatzung und dem Widerstand in Italien (5)

la resistenza 5 - Beiträge zu Faschismus, deutscher Besatzung und dem Widerstand in Italien

Neuerscheinung zum 25. April 2020, dem 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus in Italien:
la resistenza – Beiträge zu Faschismus, deutscher Besatzung und dem Widerstand in Italien (5)

Der 25. April ist (nicht nur) in Italien ein Tag zum Feiern: An jenem Tag vor 75 Jahren befreiten Partisanen*innen endgültig viele norditalienische Großstädte wie Turin, Mailand und Reggio Emilia von den Faschisten und der deutschen Besatzungsmacht. Die Nationalsozialisten mussten in ganz Italien kapitulieren. Ein Neuanfang unter veränderten politischen Vorzeichen schien in greifbarer Nähe.
Eine neu aufgelegte, erweiterte und überarbeitete Broschüre behandelt die RESISTENZA, den Widerstand in Italien seit September 1943. Viele junge Menschen kämpften als Partisan*innen im Apennin, in Rom, in der Emilia Romagna und den Marken, in der Toscana und Venedig gegen die Nationalsozialisten und die italienischen Faschisten.

la resistenza 5 als pdf-Ausgabe zum download: la resistenza 5 (pdf)
oder als gedruckte Broschüre (72 Seiten A4) per Post (kostenlos gegen Erstattung der Portokosten)
Bestelladresse: Verein zur Förderung alternativer Medien Feldstr. 22, 91052 Erlangen oder einfach per E-Mail

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Die Augen von …

Buchprojekt: Perchè i vivi non ricordano gli occi di –

Perchè i vivi non ricordano gli occi di
Buchprojekt in drei Sprachen: Italienisch | Englisch | Deutsch

Während der Gedenkstättenreise 2010, mit Schüler*innen aus Reggio Emilia nach Auschwitz entstand die Idee zu einem Buchprojekt „Gli occhi di …“ („Die Augen von …“).
Es gibt viele Dokumente zu lesen, Orte zu sehen, Augenzeug*innen zu hören. Von Menschen, die von der großen Geschichte der Staaten, der Regierungen, der Armeen, meist vergessen worden sind. Ungerechtigkeit ist nicht nur ein abstrakter Begriff: Es sind wirkliche Menschen, deren Leben von Faschismus und Rasssismus zerstört wurde.

Wir wollten die Lebensgeschichten mancher dieser Menschen rekonstruieren und sie erzählen lassen, was sie uns selbst nie erzählen konnten. Diese Texte sind keine Zeitzeugenberichte sondern Erzählungen, die auf biografischer Recherche beruhen. Es sind vielmehr kleine Denkmäler, ein Versuch, Geschichte zugänglich zu machen und Geschichten zu erforschen.

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Laura »Mirka« Polizzi: Antifaschistin | Partisanin

Hörgeschichte auf Radio Z

Laura Polizzi 1944

Laura Polizzi schloss sich am Ende des II. Weltkriegs den Frauenverteidigungsgruppen an und ging dann unter dem Kampfnamen Mirka in die Berge, um gegen italienische Faschisten und deutsche Besatzung zu kämpfen.

Eine 16-Jährige in Mittelfranken, die den ungewöhnlichen Namen „Mirka“ trägt, mit langgezogenem „I“ und gerolltem „r“ – wie kam sie zu diesem Namen?

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Geschenkt wurde uns nichts

Annita Malavasi vor Monte Ventasso

Dokumentarfilm zur Geschichte italienischer Partisaninnen

„Geschenkt wurde uns nichts“ – preisgekrönter Zeitzeuginnen-Dokumentarfilm zur Geschichte italienischer Partisaninnen.
Der 58-minütige Film begleitet die ehemalige Partisanin Annita Malavasi sowie zwei ihrer Genossinnen, Pierina Bonilauri und Gina Moncigoli, und beschäftigt sich mit dem Widerstand in Italien im Zweiten Weltkrieg aus der Perspektive dieser Frauen. „Geschenkt wurde uns nichts“ begeisterte auf rund 30 Festivals im In- und Ausland, wurde zwölf Mal ausgezeichnet und hatte über 200 Kino-Aufführungen und Screenings.

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