76. Jahrestag der Befreiung Italiens

25. April 2021: Resistenza und Antifaschismus
Veranstaltungen der ANPI-Ortsverbände in Deutschland

Am 25. April 1945 wurde Italien endgültig von der deutschen Besatzung und vom faschistischen Regime der Salò-Republik befreit. Einen entscheidenden Beitrag – militärisch und moralisch – leistete dabei das vielgestaltige Phänomen des antifaschistischen Widerstandes, die Resistenza. In ihr engagierten sich einfache Männer und Frauen genauso wie Partisaninnen und Partisanen sowie viele andere Gruppen, die sich den Besatzungstruppen und ihren Kollaborateuren auf ganz unterschiedliche Weisen entgegenstellten. Diese große Bewegung, die Teil eines umfassenderen übernationalen Aufstands der Völker gegen einen langen, grausamen Krieg und gegen die nazi-faschistische Barbarei war, ermöglichte es Italien und Europa, sich auf demokratischer Basis neu zu gründen.
Die ANPI-Ortsverbände in Deutschland (Berlin, Köln, Frankfurt) möchten den 25. April mit einem Programm von virtuellen Veranstaltungen gedenken, die sich auf weniger bekannte Aspekte des Widerstands konzentrieren.

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Wanderausstellung »Banditi e ribelli«

Die fotodokumentarische Ausstellung ›Banditi e ribelli‹ von ISTORECO Reggio Emilia und
CultureLabs Berlin erzählt die Entwicklung des Partisanenkrieges in Italien zwischen 1943 und 1945. Kurze chronologisch aufgebaute Texte des Historikers Santo Peli und mehr als 120 Fotografien dokumentieren das Leben und die Anstrengungen der jungen Frauen und Männer, die gegen den Krieg, gegen Faschismus und gegen die Greuel der deutschen Besatzung kämpften.

Weitere Infos und Ausstellungstermine: https://www.banditi.org

Das zweite Trauma – das ungesühnte Massaker von Sant´Anna di Stazzema

zweites-traumeDokumentarfilm von Jürgen Weber
Im nordtoskanischen Bergdorf Sant’Anna di Stazzema wurde den im Sommer 1944 rund 560 Menschen von Einheiten der Waffen-SS teils unvorstellbar grausam umgebracht. 2015 wurde das Verfahren gegen den letzten noch lebenden Kriegsverbrecher dieses Massakers in Deutschland eingestellt. In seinem Autorenfilm “Das zweite Trauma – das ungesühnte Massaker von Sant’Anna di Stazzema” zeichnet Jürgen Weber historische und juristische Sachverhalte nach. Der Film lässt aber auch den Erinnerungen und Emotionen der Überlebenden Raum. Allesamt damals als Kinder buchstäblich den Leichenbergen entstiegen und verwaist.                                    Trailer auf youtube  

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„Partigiana. Sempre!“

 partigiana_berlinZeitzeuginnenveranstaltung mit Giacomina Castagnetti

Videodokumentation der Veranstaltung

Die Veranstaltung fand statt in Berlin am 5. April und in Hamburg am 7. April 2016

Die heute 90jährige Giacomina Castagnetti stammt aus einer antifaschistischen Familie der Emilia Romagna in Italien. Sie sammelte als 15jährige bereits Spenden für die „Rote Hilfe“ (Soccorso Rosso), einem klandestinen kommunistischen Hilfsnetzwerk, das in der Zeit der faschistischen Diktatur verfolgte Antifaschist_innen und ihre Familien unterstützte. Nach dem 8. September 1943, dem Beginn der deutschen Besatzung Italiens, trat sie der Resistenza bei und kämpfte in der Po-Ebene in den Verteidigungsgruppen der Frauen (Gruppi di difesa della donna).

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