Schwarzer Moment in der Geschichte des Widerstands

Lugiano Boccalatte

Luciano Boccalatte zu den historischen Rahmenbedingungen

Um den historischen Rahmen zu verstehen, ist es nötig, sich folgende Sache vor Augen zu führen: Die Tragödie von Cumiana fand in einem Moment verschärfter Aktionen der Besatzungsmacht und der Faschisten gegen die Partisanen statt …

Luciano Boccalatte, Mitarbeiter am Turiner Institut für Zeitgeschichte

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„Geschichtsfälschungen verhindern“

Dr. Pier Paolo Rivello

Interview mit dem Militärstaatsanwalt von Turin

Es geht nicht nur um die Tragödie in Cumiana, sondern auch um andere Geschehnisse, zum Beispiel die Erschießung am 10. August 1944 in Mailand, die unter dem Namen Piazzale Loreto bekannt geworden ist …

Dr. Pier Paolo Rivello ist Militärstaatsanwalt in Turin und ermittelte wegen der Erschießung in Cumiana gegen Anton Renninger  (Vergrößern: auf das Bild klicken)

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Sant`Anna – Ermittlungen in Deutschland

Interview mit der Staatsanwältin und Pressesprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft

„Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt seit Oktober 2002 im Zusammenhang mit der Ermordung von Einwohnern des Dorfes Sant’Anna di Stazzema in Italien. Das Ermittlungsverfahren ist derzeit noch offen.“

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Den Urteilen folgt spontaner Applaus

Kommentar einer Beobachterin über den Prozess in La Spezia

Den Urteilen folgt spontaner Applaus, Tränen der Entspannung, Tränen der Erinnerung an das schreckliche Ende der Ermordeten. Bewegende Szenen innerhalb und außerhalb des Gerichtssaals.

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„Voll mit Hass und Brutalität“

Casa Ferrari

Casa Ferrari – zerstört und Familienangehörige deportiert

Casa Ferrari – ein kleiner Weiler bei Gombio im Apennin, wurde am 3. April 1944  von der Fallschirmjägereinheit „Hermann Göring“ vollständig zerstört,  Familienangehörige wurden erschossen oder zur Zwangsarbeit deportiert. Nach dem Krieg baute die Familie Casa Ferrari völlig neu auf.

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„Er wurde sofort niedergeschossen“

Francesco Pirini

Francesco Pirini, ein Überlebender von Marzabotto, erinnert sich

„Ich versteckte mich auch diesmal in einem Waldstück, von dem aus ich Cerpiano sehen konnte. Ungefähr 16 Soldaten der SS waren angekommen. Sie hatten die älteren Männer, Frauen und Kinder in unser Kirchlein getrieben. …“

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Der Schrank im Palazzo Cesi

Anton Renninger (links) auf einem Volksfest bei PineroloSpäte Prozesswelle gegen ehemalige deutsche Soldaten in Italien

Auf den Schreibtischen der italienischen StaatsanwältInnen stapelten sich plötzlich Berge von Akten über ehemalige Wehrmachtssoldaten oder SS-Angehörige, denen die Beteiligung an Kriegsverbrechen in Italien zur Last gelegt werden. Während der 20 Monate dauernden deutschen Besatzung wurden etwa 10.000 Zivilpersonen umgebracht, nicht eingerechnet sind Militärangehörige und WiderstandskämpferInnen. Anlass für das späte juristische Vorgehen war ein alter Aktenschrank im Palazzo Cesi, dem Sitz der Militär-Generalstaatsanwaltschaft im Rom.

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Die größten Massaker in Italien

Eine Übersicht

„Wo Banden in größerer Zahl auftreten, ist der in diesem Bezirk wohnende, jeweils zu bestimmende Prozentsatz der männlichen Bevölkerung festzunehmen und bei vorkommenden Gewalttätigkeiten zu erschießen“ (Kesselring-Befehl).

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