«Banditi e ribelli»

Neue Ausstellung vom Istoreco Reggio Emilia
13.04. – 11.05.2017 in Berlin – eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Nach zwanzig Jahren faschistischer Diktatur in Italien finden ab Ende 1943 viele Frauen und Männer den Mut und die Kraft zum Widerstand. Von den Faschisten als banditi und ribelli verunglimpft, kämpfen Zehntausende bewaffnet für das Ende des Zweiten Weltkrieges, gegen die deutsche Besatzung und gegen den italienischen Faschismus.

13.4.2017, 18 Uhr Eröffnung der Ausstellung:
Steffen Kreuseler, Istoreco (Reggio Emilia) und Dr. Detlef
Nakath, Vorstandsmitglied Rosa-Luxemburg-Stiftung,
Franz-Mehring-Platz 1, Foyer, Berlin

13.4.2017, 19 Uhr Veranstaltung:
Prof. Santo Peli, Historiker, Istoreco, Mod. Dr. Detlef Nakath,
Franz-Mehring-Platz 1, Salon, Berlin

4.5.2017, 20 Uhr Veranstaltung:
Frauen im italienischen Widerstand. Nadja Bennewitz,
Historikerin (Nürnberg), www.resistenza.de

„Wir wissen heute, welche Verbrechen von Faschisten und Nazis begangen wurden. Die banditi e ribelli haben auf der richtigen Seite gekämpft. Das heißt aber nicht, unkritisch den Mythen zu folgen, die sich um die Resistenza ranken. Um von ihr zu lernen, müssen wir auch die Schwächen und Fehleinschätzungen der Partisanenbewegung beleuchten. Mit unserer Ausstellung möchten wir zu einem besseren Verständnis der Resistenza beitragen.“ (Istoreco)

Das zweite Trauma – das ungesühnte Massaker von Sant´Anna di Stazzema

zweites-traumeDokumentarfilm von Jürgen Weber

Im nordtoskanischen Bergdorf Sant’Anna di Stazzema wurde den im Sommer 1944 rund 560 Menschen von Einheiten der Waffen-SS teils unvorstellbar grausam umgebracht. 2015 wurde das Verfahren gegen den letzten noch lebenden Kriegsverbrecher dieses Massakers in Deutschland eingestellt. In seinem Autorenfilm „Das zweite Trauma – das ungesühnte Massaker von Sant’Anna di Stazzema“ zeichnet Jürgen Weber historische und juristische Sachverhalte nach. Der Film lässt aber auch den Erinnerungen und Emotionen der Überlebenden Raum. Allesamt damals als Kinder buchstäblich den Leichenbergen entstiegen und verwaist.                                    Trailer auf youtube  

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„Partigiana. Sempre!“

 partigiana_berlinZeitzeuginnenveranstaltung mit Giacomina Castagnetti

Videodokumentation der Veranstaltung

Die Veranstaltung fand statt in Berlin am 5. April und in Hamburg am 7. April 2016

Die heute 90jährige Giacomina Castagnetti stammt aus einer antifaschistischen Familie der Emilia Romagna in Italien. Sie sammelte als 15jährige bereits Spenden für die „Rote Hilfe“ (Soccorso Rosso), einem klandestinen kommunistischen Hilfsnetzwerk, das in der Zeit der faschistischen Diktatur verfolgte Antifaschist_innen und ihre Familien unterstützte. Nach dem 8. September 1943, dem Beginn der deutschen Besatzung Italiens, trat sie der Resistenza bei und kämpfte in der Po-Ebene in den Verteidigungsgruppen der Frauen (Gruppi di difesa della donna).

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